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Boxspringbetten werden vielseitiger und luftiger

Boxspringbetten gelten mit ihren mehrlagigen Matratzen als sehr bequem. Doch bislang wirkten viele Modelle eher wuchtig und schwer. Das ändert sich 2018: Auf der IMM zeigten einige Hersteller Weiterentwicklungen - und damit luftigere und vielseitigere Modelle.

Der Schlafkomfort steht immer an erster Stelle: Darin sind sich die Hersteller von Boxspringbetten überwiegend einig - Design und Technik passen sich daran an.

Während die Polsterbetten mit mehrlagigen Matratzen vor etwa fünf Jahren in Deutschland noch eine Neuheit waren, stehen sie mittlerweile in fast jedem Möbelhaus. Auf der Internationale Möbelmesse IMM Cologne (Publikumstage: 19. bis 21. Januar) zeigten einige Hersteller eine Reihe von Weiterentwicklungen.

UNTERBAU: In der Regel besteht ein Boxspringbett aus drei Elementen: Die matratzenähnliche Unterkonstruktion ersetzt Lattenrost und Bettgestell. Darauf liegt die eigentliche Matratze, meist eine Federkernmatratze. Obenauf kann man eine Auflage legen - auch Topper genannt. Die Matratze soll sich individuell an den Körper anpassen.

Dafür rüstet etwa Schlaraffia die Unterkonstruktion mit einer Mischung aus kürzeren Federn und einem hochelastischen Schaum aus - so sollen Schultern und Rücken noch besser entlastet werden.

Dormiente bietet mit dem Modell Stella ein Bett in Boxspringoptik an. Das Untersystem passt sich an fast alle Körperformen an, denn es besteht aus sieben austauschbaren Elementen - in fester, mittlerer und weicher Härte. Die Firma setzt zudem auf Matratzen aus 100 Prozent Naturlatex.

Damit trifft sie einen Zeitgeist. Denn das Thema Nachhaltigkeit wird laut einem Trendbericht des Fachverbandes Matratzen-Industrie wichtiger: Verbraucher fragen auch beim Bett - ähnlich wie bei Nahrungsmitteln und Kleidung - verstärkt nach der nachvollziehbaren Herkunft der verwendeten Materialien und ihrer Verarbeitung. Die Branche sei gerade dabei, für jede Matratzenart den ökologischen Fußabdruck zu bemessen, erklärt Claudia Wieland vom Matratzenverband.

KOPFTEIL: Das Design wird vielseitiger - es gibt eine große Bandbreite an Formen, Höhen und Farben. Hersteller wie Jensen oder die belgische Firma Velda bieten etwa Modelle mit sehr niedrigem Kopfteil an. Diese wirken weniger filigran und passen beispielsweise auch unter eine Dachschräge. Andere Hersteller integrieren etwa Regale an die Seiten des Kopfteils.

Schlaraffia erweitert das Kopfteil um eine Funktion: Die Firma integriert im Kopfteil Silence spezielle Panelen, die aus einem Akustikschaum bestehen. Geräusch- oder lichtempfindliche Kunden können die Panelen ausklappen, wenn beispielsweise ihr Partner neben ihnen im Bett noch lesen will oder beim Schlafen schnarrt.

FUSSTEIL: Viele Boxspringbetten reichen bis zum Boden. In der Vergangenheit gab es Kritik, ob der Luftaustausch in der Matratze ausreicht. Auf der IMM zeigen nun einige Hersteller luftigere Betten. So präsentiert etwa Velda das Model Finesse. Dabei stehen nur vier Füße auf dem Boden und der Unterbau schwebt weit oben. Möglich machen das eine schmale Unterkonstruktion sowie verstärkte Querstreben.

Das Model Vindö von Carpe Diem Beds geht noch weiter - es fliegt scheinbar. Dieses Bett steht nur auf einem Fuß in der Mitte. Kunden können wählen, ob sie den Fuß, der mit schwarzem Klavierlack überzogen ist, offen zeigen oder unter einem Teppich verstecken.

 

 

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